Die Schulreife des Kindes


Vorbereitung auf die Schulzeit



Der Tag der Einschulung ist immer, sowohl für die Eltern als auch für den Erstklässler, ein aufregender und schöner Tag. Von nun an beginnt sowohl für das Kind als auch für die Eltern ein neuer Lebensabschnitt. Das Kind wird in der Schule neue Freunde finden, viele neue Dinge lernen und sich an neue Regeln gewöhnen müssen. Es gibt einige Dinge, die Sie vorbereitend tun können, damit Ihr Kind optimal in die Schulzeit starten kann.

Eine wichtige Voraussetzung, damit Ihr Kind in der Schule gut zurechtkommt, ist eine geübte Feinmotorik. Das Schreiben-Lernen ist gar nicht so einfach, da sich die Koordination von Kopf und Hand noch in der Entwicklung befindet und die Hand oftmals nicht ganz das macht, was sie eigentlich soll. Damit Ihrem Kind das Schreiben leichter fällt, können Sie die Feinmotorik im Vorfeld spielerisch trainieren.

Eine gute Übungsmöglichkeit ist das Malen mit unterschiedlichsten Stiften: Bleistifte, Farbstifte, Filzstifte, Wachsmalstifte, Kreiden und auch das Malen mit Pinsel und Farben oder auch Fingerfarben helfen die Feinmotorik zu schulen. Durch die unterschiedlich dicken Stifte muss das Kind seine Bewegungen immer neu kontrollieren. Dabei trainiert es seine Feinmotorik ohne es zu merken. Auch das Falten nach Anleitung oder das Knüllen von Papier oder Zeitungen trainiert die Handmuskeln und fördert eine bessere Koordination.

Ein weiteres effektives „Training“ ist das Pressen von Schneebällen oder Sandkuchen. Hat Ihr Kind also besonders viel Spaß am Kneten, Formen oder beim Kuchenbacken, so sollten Sie dies ruhig unterstützen, es hilft Ihrem Kind in der Entwicklung. Auch Spiele im Freien wie Laufen, Hüpfen, Fangen oder „Blinde Kuh“ fördern spielerisch die Sinne und Unterstützen die Entwicklung Ihres Kindes. Wichtig bei allen Spielen ist, dass Ihr Kind möglichst viel selbst macht und auch Fehler machen darf. Es sollte für Ihr Kind ein Spiel bleiben und kein Training werden.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Kind bereits die nötigen Grundfertigkeiten für die Schule beherrscht, sollten Sie es einfach ein bisschen beim Spielen beobachten. Kann es kleine Gegenstände sicher greifen und benutzen? Dies erkennt man ganz einfach beim Spielen mit Spielfiguren, beim Malen oder Basteln. Auch das Ausmalen von Figuren gibt Aufschluss über die Feinmotorik: Hält das Kind die Umrisse beim Malen ein, so hat es eine gute Feinmotorik, malt es noch sehr häufig über den Rand muss es vielleicht noch ein bisschen üben.

Eine gute Übung dazu ist auch das Ausschneiden von Figuren mit einer Kinderschere. Das Kind sollte die Schere sicher halten können und die Umrisse möglichst genau ausschneiden können. Auch das genaue Nachzeichnen von einfachen Linien und Figuren ist ein gutes Zeichen für eine ausreichende Feinmotorik. Viele Kinder können bereits ihren eigenen Namen schreiben, wenn sie in die Schule kommen.

Bei allen Überlegungen zur Schulreife des Kindes sollte man immer bedenken, dass Kinder sich unterschiedlich schnell entwickeln. Ein Kind, das zu Schulbegin vielleicht noch ein wenig hinterher hängt, kann dies ohne Problem innerhalb des ersten Jahres aufholen und durch eine schnellere Entwicklung wieder wettmachen. Jedes Kind hat einen eigenen Lern- und Entwicklungsrhythmus. Wichtig ist immer das Kind zu fördern, zu loben und zu ermutigen, damit es den Spaß am Lernen nicht verliert.