Die Schulempfehlung für weiterführende Schulen
10.12.2011 19:24 Uhr, geschrieben von Unbekannt | Thema: Das Thema SchuleAm Ende der vierten Klasse schreiben Lehrer eine Empfehlung für weiterführende Schulen. Ob ein Schüler ein Gymnasium, eine Realschule oder eine Hauptschule besuchen soll hängt dabei vom Notendurchschnitt ab, der je nach Bundesland unterschiedlich festgelegt ist. In einigen Bundesländern ist die Lehrerempfehlung verbindlich, so zum Beispiel in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Bremen. In Brandenburg wird zwar eine Empfehlung ausgesprochen, diese ist jedoch unverbindlich. In anderen Bundesländern können Eltern frei entscheiden, welche Schule ihr Kind besuchen soll.
Die Lehrerempfehlung steht immer wieder unter Kritik, Kinder aus sozial schwachen Familien und Kinder mit Migrationshintergrund zu benachteiligen. Die Maßstäbe für eine weiterführende Schule werden laut Studien im Durchschnitt höher angesetzt. Es gibt aber auch Studien, die erforscht haben, dass die Entscheidung der Eltern noch selektiver sei. So sind Arbeiterfamilien und Eltern mit geringer Schulbindung weniger bereit, ihre Kinder auf ein Gymnasium zu schicken, auch wenn die Noten dafür ausreichend sind. Im Gegensatz dazu entscheiden sich Akademiker überwiegend für ein Gymnasium, auch wenn die schulischen Leistungen des Kindes den Anforderungen nicht entsprechen.
Eine sinnvolle Lösung für dieses Problem haben bereits einige Länder umgesetzt. So können Schüler beispielsweise an einem Probeunterricht teilnehmen. Auch Aufnahmeprüfungen können darüber Aufschluss geben, ob die gewünschte Schulform die richtige ist.
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